Abhilfe schaffen

Beitrag von Torsten Höpfner
Güntersleben

Wer vom Brummton geplagt ist, sucht zwangsläufig nach technischen Möglichkeiten, sich vor den Schwingungen zu schützen. Hier gilt es vorab zu klären, um welche Form der Schwingungen es sich handelt. Leider ist nicht immer klar, wer der Verursacher ist und so ist jeder Versuch nur ein Versuch. Darüber muss man sich im Klaren sein. Leider führt so manche bauliche Umrüstung nicht zum Erfolg und es gibt sehr viele „Händler“ die mehr versprechen, als sie wirklich halten können.

Wird der Brummton von technischen Industrieanlagen verursacht, so braucht man oft einen langen Atem. Viele Verhandlungen können folgen und zeigt ein Verantwortlicher kein Wohlwollen, so bleibt oft nur eine Klage. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass technische Umbauten an einer Anlage zu großen Kosten für den Betreiber führen können. Diese Kosten versucht ein Betreiber zu vermeiden.

Leider verursachen große Lüfter zu oft niederfrequente Schwingungen und sehr oft sind diese gar im Infraschall-Bereich. Dieser Schall unterhalb des Hörbereiches (0,1Hz bis 20 Hz) ist nur sehr schwer zu lokalisieren, da er über weite Distanzen gehen kann. Handelt es sich um niederfrequenten Schall (21 Hz bis 100 Hz), hat man eher die Chance den Verursacher zu finden. Diese beschriebenen Schwingungen werden meist von mehreren Personen zur selben Zeit und am selben Ort wahrgenommen.

Jetzt gibt es aber noch die Möglichkeit, dass der Brummton direkt im Kopf entsteht. Einzelheiten dazu werden von anderen Seiten beleuchtet.

Eine Theorie besagt, dass elektromagnetische Felder mit anderen, technischen Schwingungen in Wechselwirkungen treten können. Diese Theorie besagt aber auch, dass Funkwellen, und davon gibt es sehr viele, in Wechselwirkung mit dem Stromnetz auf ganz bestimmte Art und Weise verschiedene Neuronen im Gehirn so stimulieren könnten, dass sie scheinbar einen Ton generieren. Oder der Ton wird wirklich generiert. Hier bedarf es noch weitreichendere Forschungen.

Geht man davon aus, dass EM-Felder der Verursacher für diese Schwingungen sind, so spricht man auch von „Elektro-Sensibilität (ES) (5)“ oder „Elektro-Hyper-Sensibilität (EHS)“. Hier kann man versuchen, sich vor diesen EM-Feldern zu schützen. Dazu gibt es unendlich viel Geräte. Manche sind wirkungsvoller als andere. Und so manches Gerät ist nichts weiter als eine leere Versprechung. Diese Seite kann aber keine Empfehlung aussprechen, da jeder Mensch anderes auf technische Anlagen reagiert und so auch die Wirkung der technischen Produkte anders auf den Einzelnen wirken können.

Die vorgestellten Produkte sind also nicht als Empfehlungen zu verstehen. Auch kann keine Garantie für die Wirksamkeit gegeben werden. Bei Fragen zu den Produkten wenden Sie sich bitte stets an den Hersteller oder Händler.

Baldachine (1)

Baldachine sind eine spezielle Form der Zelte. Diese sind aus einem speziellen Gewebe hergestellt, welches so dicht ist, dass HF-Strahlungen nicht durchdringen sollten. Auch sollen Funkwellen vom WLan abgehalten werden. Hochenergetische Strahlen wie Radar sollen laut Herstellerangaben auch keine Chance haben durch das Gewebe zu dringen. Vielleicht kann man mit einem Händler eine Probezeit vereinbaren, um die Wirksamkeit zu testen. Wichtig ist zu beachten, dass ein Baldachin alle Seiten abschirmt. Auch den Boden! Zwingend muss ein Baldachin geerdet sein. Das geschieht zumeist über die Erdungskabel der Steckdosen. Alternativ gehen auch Erdungsanschlüsse über die Heizungsrohre.

Die Preise sind recht unterschiedlich, beginnen jedoch meist erst ab 1.000 Euro.

Netzfreischalter (2)

Netzfreischalter dienen dazu, nach dem Abschalten eines Verbrauchers innerhalb eines Stromnetzes diesen Stromkreis komplett zu unterbrechen. Dadurch wird kein magnetisches Feld um die Stromleitungen mehr aufgebaut. Und so können diese Magnetfelder auch nicht mehr auf den menschlichen Körper einwirken. Allerdings setzt der Einbau voraus, dass das Stromnetz innerhalb des Hauses generell in mehrere Netze unterteilt ist. Dieser Netzfreischalter schaltet nämlich erst dann das Stromnetz frei, wenn kein Gerät an diesem Stromnetz eingeschaltet ist. Das kann aber nur ein Elektroinstallateur prüfen. Der Einbau des Netzfreischalters ist dann aber unkompliziert. Netzfreischalter kann man zum Teil für unter 100 Euro erwerben.

Abschirmfarben

Mit diesen Farben soll es möglich sein, hochfrequente Strahlungen zu absorbieren. Es wird aber auch damit geworben, dass niederfrequente Felder vom Hausstrom abgehalten werden. Diese Farben enthalten zumeist Graphit. Trägt man diese Farben auf, so erhält man quasi einen „Faradayischen Käfig“. Ohne Erdung ist dieses aber wirkungslos. Die Preise sind nicht unerheblich und beginnen für 1 Liter bereits ab 50 Euro

Abschirmgewebe

Diese Gewebe werden in Aluminium, Edelstahl und beschichtetem Nylongewebe angeboten. Ähnlich wie bei der Abschirmfarbe wird ein „Faradayischer Käfig“ erzeugt und dieses soll dann HF-Strahlung (Mobilfunk, Radar und Richtfunk), aber auch NF-Strahlung des Hausstromes abhalten. Natürlich muss dieses Gewebe auch geerdet werden. Oft werden die Gewebe auf einer Rolle angeboten und der Quadratmeterpreis beginnt ab 10 Euro.

Schlafsäcke

Mit einem abgeschirmten Schlafsack ist man mobil. Diesen kann man überall hin mitnehmen und an Stelle des Bettzeuges nutzen. Eine Erdung ist sinnvoll.

Bekleidung

Nahezu jedes Kleidungsstück kann mit speziellen Fäden gefertigt werden. Entweder, die speziellen Fäden liegen als extra Lage zwischen den einzelnen Stoffen, oder Silberfäden werden speziell ummantelt und werden dann zu Stoffen verwoben. Es gibt auch Hauben für den Kopf, oder Overalls mit Kapuze.

Faradayischer Käfig (3)

Der Faradayische Käfig besteht aus einem rundherum geschlossenen Drahtgestell. Dieser muss geerdet werden, sonst können die auftreffenden Ströme nicht abgeleitet werden. Das Auto besitzt ebenso die Eigenschaften, nur ist dieser nicht geerdet. Trifft zum Beispiel ein Blitz auf den Wagen, springt der Funke von der Autofelge über auf den Boden. Statische Ladung entlädt sich an sehr trockenen Tagen über unsere Haut, wenn wir den Wagen öffnen wollen. Einen Faradayischen Käfig kann man zum Beispiel mit etwas handwerklichem Geschick mit einem Holzgestell und Fliegengaze aus Aluminium oder Edelstahl herstellen. Diesen Käfig sollte man dann ebenso erden.
Es gibt aber auch vorgefertigte Käfige aus Kupferfolien, oder Faraday-Zelte aus speziell beschichtetem Gewebe. Ein besonders guter und effektiver Faradayischer Käfig ist ein Übersee-Container (4). Dieser ist aus gewellten Stahlplatten gefertigt.

Gerade bei den Faradayischen Käfigen lohnt sich der Versuch, sich über einen längeren Zeitraum in oder an einem Ort aufzuhalten, an dem Sie gar keinen oder so gut wie keinen Handy-Empfang haben. Das könnte zum Beispiel ein tieferer Kellerraum sein.

Bei allem, was Ihnen versprochen wird, lassen Sie Vorsicht walten und den gesunden Menschenverstand nicht außer Acht! Es gibt leider sehr viele Menschen, die nur eines wollen: Ihr Geld! Und jeder größere Umbau kostet zum Teil sehr viel Geld. Also könnte es sich vielleicht lohnen, vorab einen Spezialisten in Sachen EM-Messungen zu kontaktieren.

Weitere Tipps zur Abschirmung von Elektrosmog finden Sie auf:
https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1215

Quellenangaben

  1. https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/420/dokumente/geraeuschbelastung_durch_tieffrequenten_schall.pdf
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Netzfreischalter
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Faradayscher_K%C3%A4fig
  4. https://de.wikipedia.org/wiki/ISO-Container
  5. http://www.elektrosensibel-muenchen.de/aktuelles-leser/items/elektro-hypersensibilitaet-microwave-syndrom.html